Atommülltransporte? Non! Njet! Nein! Atomanlagen weltweit stilllegen! Widerstand kennt keine Grenzen!

Samstag, 4. Dezember 2010 – 13 Uhr
Kundgebung in Lüneburg – Bahnhofsvorplatz

Im November haben zehntausende Menschen gegen Atommülltransporte und das Festhalten an der gefahrenvollen Atomenergie demonstriert. Der Castortransport nach Gorleben erreichte wegen vielfältiger Blockaden und Protestaktionen sein Ziel erst mit erheblicher Verspätung.

Mitte Dezember sollen nun weitere Castortransporte stattfinden. Aus der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe und dem südfranzösischen Cadarache nach Lubmin, sowie ein Transport aus Ahaus ins russische Majak. Diese Atommülltransporte sind Ausdruck der ungelösten Frage der Lagerung von Atommüll und dem Willen der Atomindustrie und Regierung, weiterhin auf die Atomernergie zu setzen und riesige Profite mit dem tödlichen geschäft zu machen. Jeder Castortransport dient dem weiteren Betrieb der Atomanlagen. Jeden Tag, den ein Atomkraftwerk weiterläuft, wird mehr Atommüll produziert. Atommüll, von dem niemand weiß, wohin damit. Es gibt weltweit kein sicheres Endlager, kein noch so tiefes Bergwerk kann Sicherheit gewährleisten. Statt daraus Konsequenzen zu ziehen, wird die tödlich strahlende Fracht hin- und hertransportiert und irgendwo „zwischengelagert“. Die Gefahr von Unfällen, bei denen ganze Regionen radioaktiv versucht werden können, wird dabei skrupellos in Kauf genommen.
Wir wissen, jeder Atomtransport soll den Weiterbetrieb der deutschen AKWs sichern, indem eine „sichere“ Atommüllentsorgung vorgegaukelt wird. Doch sicher ist nur der sofortige Atomausstieg!
Für uns ist weiterhin klar: „Atomausstieg bleibt Handarbeit!“. Wenn wir unsere Vorstellungen von einer Energieversorgung im Interesse aller Menschen und der Umwelt gegen die Pläne von Regierung und Wirtschaft durchsetzen wollen, müssen wir selbst aktiv werden und werden auch diesmal die Castortransporte blockieren.

Das Aktionsbündnis Castor-Widerstand Lüneburg (ABC) ruft zu den verschiedenen Protesten gegen die anstehenden Castortransporte und die beiden Demonstrationen am 11. Dezember in Greifswald und am 12. Dezember in Ahaus auf. Um die Proteste zu unterstützen und die Forderungen nach der Beendigung aller Atommülltransporte und dem sofortigen und weltweiten Ausstieg aus der Atomenergie erneut zu formulieren, findet am 4. Dezember eine Kundgebung in Lüneburg statt.

Infos zu Lubmin: www.lubmin-nixda.de
Infos zu Ahaus/Majak: www.bi-ahaus.de und www.sofa-ms.de

Weitere Infos:
www.bi-luechow-dannenberg.deg
www.contratom.de
www.hartbackbord.tk

Lüneburg, 25. November 2010
Aktionsbündnis Castor-Widerstand Lüneburg (ABC)